Die Brandstifter aufwärmen

Liebe Genossinen und Genossen,
Seit mehreren Wochen wird der AfD Bundesprogrammparteitag in Stuttgart massiv kritisiert und vom breiten linken Spektrum unter Beschuss genommen, mehrere Aktionsbündnisse wurden extra für diesen Anlass gegründet und diese Bündnisse haben bereits Monate im voraus mannigfaltige Aktionen geplant, Aufrufe veröffentlicht, Material herausgegeben und Informationsabende organisiert.

Jedoch muss nicht nur der Bundesprogrammparteitag für diese rechtskonservativen Wirtschaftsfaschisten ein Debakel werden.
Eine Woche zuvor, am 23. April, wird in Waiblingen der Landesprogrammparteitag der AfD Baden-Württemberg stattfinden.
Dieser Termin ist in der allgemeinen Aufregung um den 30.4. gefühlt untergegangen, real zumindest in den Hintergrund gerückt. Um diesen Missstand zu beheben rufen wir zur regen Teilnahme am Widerstand gegen diese Veranstaltung und vor allem gegen die Veranstalterinnen und Veranstalter auf.
Der Landesprogrammparteitag soll der AfD ein Vorgeschmack auf den 30.4. werden.
Wir möchten im Vorfeld alle Aktivistinnen und Aktivisten darauf aufmerksam machen, dass es im Kampf gegen Rassismus und Faschismus nicht belächelt werden darf, wenn auch Sozialdemokraten verschienster Orientierungen auf die Straße gehen, um den Rechten die harte Kante zu zeigen.
In diesen Tagen müssen wir Aktivistinnen und Aktivisten mit Gewerkschaften und Sozialdemokraten, mit den Grünen und Linken in einem antifaschistischen Bündnis gegen die AfD gemeinsam unseren Widerstand auf die Straße tragen.
Auch wenn wir nicht hinter allen Bündnispartern stehen, dürfen wir uns nicht durch falsche, teils politische, Abgrenzung im Kampf gegen die neuen Rechten schwächen. Auch hat der lange, rechtsverleiebte, Arm des Gesetzes es bei weitem nicht so leicht einen Massenaufmarsch niederzuschmettern, wohingegen eine kleinere Demonstration sofort seitens des Staatsschutzes, oft überaus und unverhältnismässig gewaltsam, aufgelöst werden kann und wird. Am Ende berichtet man über uns nicht mehr als mutige Aktivistinnen und Aktivisten sondern als gewaltbereite Antifaschistinnen und Antifaschisten, denen der Sinn lediglich nach Krawall stand. Erfahrungen aus vorherigen Aktionen und Blockaden wie Dresden ’11, Berlin ’15, Stuttgart ’16, sowie sämtlichen Angriffen auf Flüchtlingsunterkünfte und tätliche Übergriffe auf deren Bewohnerinnen und Bewohner, und nicht zuletzt der Fall des NSU zeigen, dass der Staat gerne von „emotionalsierten Einzeltätern“ oder „keinerlei erkennbarer ideologischer Anbindung an rechte Strukturen“ spricht, während bei der Blockade in Dresden 351 Verfahren gegen Blockierende eingeleitet wurden und in Berlin 79 Gegendemonstranten gegen die AfD festgenommen worden sind. Es sind stets hohe Zahlen an Verletzen zu beklagen, nicht nur unter den Aktivisten, sondern auch unter Unbeteiligten, die zufällig den Weg der gewaltbereiten Einsatzkräfte kreuzen. Es zeigt sich also, dass der Staat und seine Organe keine verlässlichen Bündnispartner im Kampf gegen Rassismus sind.
Deshalb lasst uns ein Teil dieses breiten und entschlossenen Bündnisses gegen Neofaschismus werden. Reiht euch selbst ein, mobilisiert eure Freundinnen und Freunde, eure Verwandten und Bekannten, Passanten, werdet aktiv! Lasst uns den Landesprogrammparteitag gemeinsam massiv stören und nach Möglichkeit verhindern. Zeigen wir den Rechten, was sie in Stuttgart erwartet!
Gemeinsam sind wir viele!
Gemeinsam sind wir stark!

Tagungsort ist das
Bürgerzentrum
An der Talaue 4
71332 Waiblingen

Tagungsbeginn laut Onlineauftritt des Landesverbandes ist 10:30. Ab 9:30 können sich Mitglieder registrieren lassen.

In Facebook gibt es bereits eine Veranstaltung mit einigen Unterstützern.
https://www.facebook.com/events/504653026385330/

Eure AAAA